Pyrenäen – Teil 2

Die Nacht war eher laut, man wundert sich, wie viele Autos nachts und in den Morgenstunden durch eine Höhle fahren… Die Höhle haben wir dann am Morgen doch schneller als gedacht abgehakt. Wir haben alles gesehen, was uns interessiert hat.

Dann geht es schnell weiter…

Seix

Stellplatz

Lat:42.862500 Long:1.202539

00,00€


Seix, ein kleines Nest mitten in den Bergen. Ich hatte mir das auf der Karte herausgesucht. Liegt strategisch günstig, um noch ein paar Col’s abzufahren und einen kostenlosen Stellplatz haben sie auch. Die Anfahrt ist völlig unproblematisch. Auf dem Stellplatz werden wir gleich freundlich von einem Deutschen begrüßt. Er beglückwünschte uns zu unserer Wahl, Seix anzufahren und meinte, dass hier alles prima sei. Er wäre schon seit Wochen hier. Na, dann kann ja nichts mehr schief gehen.

Der Ort ist klein hat aber alles was man braucht:

Wochenmarkt, Bäcker, Schlachter und eine Käserei.

Die Passstraßen sind klasse, klein und überhaupt kein Autoverkehr. Wir fahren den
Col de Latrape
und den
Col d’Agnes
ab. Einfach herrlich diese Natur hier! Aber: der Col d’Agnes ist nicht so leicht zu befahren, war auch im Programm der Tour de France 2017!

Wir waren zum ersten Male hier, halten aber einen weiteren Besuch nicht für ausgeschlossen, es lohnt sich.

Streckendetails:

volle Distanz: 45.28 km

Bagnères-de-Luchon

Stellplatz

Lat:42.795331 Long:0.598981

4,00€

Unser nächstes Ziel ist Bagnères-de-Luchon. Hier waren wir schon und finden den Stellplatz dadurch schnell. Wie immer ist dieser gut besucht. Wir finden für uns aber einen schönen Platz, mit dem wir zufrieden sind. Der Platz ist einfach, hat aber alles was wir brauchen.

Der Ort gehört zu den größeren hier in den Pyrenäen. Auch hier ist das Problem, dass diese Orte sich nicht entwickeln, sie sind in einer Zeit stehen geblieben, die eben nicht mehr den heutigen Standards genügt. Aber das ist ja vieler Orts das Problem…

Das Arbeitsgerät steht bereit.

Superbagnères und der Col de Peyresourde stehen auf dem Programm. Schöne Touren kann man hier machen… und ausgefallene Ortsnamen begegnen einem auch.

Wir frischen hier noch mal unsere Vorräte auf, bevor es dann morgen weiter geht. Hier kommt übrigens auch das sehr wohlschmeckende Mineralwasser „Luchon“ her.

Streckendetails:

volle Distanz: 114.75 km

Arreau

Stellplatz

Lat:42.907459 Long:0.359096

2,00€


Auf meiner Tour zum Col de Peyresourde habe ich mir auch noch die Skisation Peyragudes angesehen. Sie liegt kurz hinter dem Pass kommend aus Bangères-de-Luchon linksseitig. Die Skistationen machen jetzt alle Sommerschlaf, da ist rein gar nichts los und man kann überall super stehen. Wir nutzen so einen Logenplatz neben dem kleinen Flugplatz, um unser Frühstück einzunehmen.

Was für eine Aussicht!

Die Spuren der Tour de France sind auch immer allgegenwärtig!

Nachdem wir uns satt gesehen haben, geht es weiter nach Arreau. Es geht quasi immer nur den Berg hinunter. Arreau hat einen kleinen, kostenlosen Stellplatz, der für eine kurze Besichtigung des Ortes sicherlich völlig ausreichend ist.

Der Col d’Aspin ist auch gleich um die Ecke, aber den haben wir ja schon abgefahren. Das Rad bleibt heute im Keller. Wir schauen uns in Ruhe den Ort an und dann wohnen wir einer kleinen aber feinen Greifvogelshow bei. Schon toll, diese imposanten Tiere mal aus der Nähe zu sehen.

Damit ist für uns der Ort hier erschöpft und es geht morgen weiter.

Streckendetails:

volle Distanz: 37.76 km

Saint-Lary-Soulan

Stellplatz

Lat:42.822348 Long:0.322370

6,00€


Wir haben beschlossen, dass es jetzt mit den Pyrenäen gut ist und wir diese durch den Bielsa Tunnel Richtung Spanien verlassen werden. Auf dem Weg liegt St-Lary-Soulan, dort stoppen wir noch mal für eine Nacht. St-Lary-Soulan ist einer der moderneren französichen Skiorte, aber kein reiner Retortenort, alles gewachsen und hübsch angelegt. Mir gefallen diese Orte. Wir parken am Sportplatz für 6€ und schauen uns alles gemütlich und in Ruhe an. Ich genieße sehr den Flair solcher Orte, Claudia ist da schon etwas verhaltener…

Am nächsten Morgen befahre ich für dieses Jahr den letzten Col in den Pyrenäen, den Col de Val-Louron Azet.

Es war ein wunderbarer Abschluss unserer Tage in den Pyrenäen. Das Wetter passte und der Pass ist nicht so schwer zu befahren. Vielleicht bin ich nun aber auch gut genug trainiert…!

Man hat einen wunderbaren Blick hinüber, wo wir vor ein paar Tagen unseren tollen Frühstücksplatz hatten!

Beeindruckende Natur, hier oben in den Bergen.

Dann ging es schnell wieder hinunter. Claudia wartete schon ungeduldig und gespannt auf das, was uns nun erwartet. Es geht nach Spanien über die D929. Diese schlängelt sich hoch bis zum Eingang des Bielsa Tunnels. Ist aber gut zu befahren, die Verbindung wird zum Teil auch von LKW’s benutzt. Und schon stehen wir vor dem Tunnel. Die Durchfahrt ist mit einer Ampelanlage geregelt, so dass immer nur der Verkehr in eine Richtung durchgelassen wird.

Tschüüüss Frankreich, es war wie immer sehr nett bei Dir. Wir müssen aber wieder kommen, weil der König der Col’s, der Tourmalet, wieder nicht abgefahren wurde… dann bis auf bald!

Streckendetails:

volle Distanz: 11.68 km

Kleines Fazit der Pyrenäen:

Wir hatten durchweg sehr gutes, warmes und auch trockenes Wetter, das ist natürlich schon mal ein Garant dafür, um alles bestens zu genießen, was wir ja auch ausreichend gemacht haben. Als naturbegeisterter, sportlicher Mensch ist man hier bestens aufgehoben. Es gibt Möglichkeiten ohne Ende, dieses in jeder Richtung auszuleben. Ich (manchmal wir) habe mich tausende Höhenmeter die Col’s hochgequält, aber oben angekommen, waren die Strapazen schnell vergessen. Man wurde dafür immer wieder mit einem super Panorama entschädigt und die Abfahrten begeisterten natürlich auch. Man fährt meistens völlig allein durch die Gegend und kann so alles ohne hektische Autofahrer genießen. Trotz der Hauptreisezeit hatten wir niemals das Gefühl, dass hier Massentourismus herrscht. Stellplätze gibt es auch in fast allen Orten, auf denen wir immer einen Platz gefunden haben. Das Miteinander mit den anderen Wohnmobilisten war immer sehr angenehm und harmonisch. Sicherheit ist ja auch immer ein sehr wichtiges Thema: Uns ist in der ganzen Zeit rein gar nichts aufgefallen und passiert. Wir haben uns immer sehr sicher und gut aufgehoben gefühlt. Die Pyrenäen werden sicherlich in den nächsten Jahren immer mal wieder zu unseren Zielen gehören und nicht nur, weil wir noch auf den Col de Tourmalet müssen… Wäre auch sicherlich ein Ziel im Winter zum Skilaufen, obwohl da die Alpen die klar besseren Bedingungen aufweisen.

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Pezz

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