Einen haben wir noch…

Embrun

Stellplatz

Lat:44.549006 Long:6.479818

00,00€


Einer der richtig großen Cols hier in der Nähe ist für mich noch Neuland. Ich werde heute zu einer persönlichen Erstbefahrung aufbrechen. Der Col d’Izoard ist das Ziel.

Wir frühstücken aber erst mal in Ruhe. Ich hole mir ein letztes Mal bei meinem Lieblingsbäcker, wo sie mich schon mit Namen begrüßen, ein leckeres Baguette. Dann verlassen wir das Tal der Ritter in Richtung Briançon. Kurz vor Briançon gibt es einen kleinen, alten Aldi, da stoppen wir mal kurz und füllen den Schokoladenvorrat mit unserer Lieblingsschokolade wieder auf. Schokolade kaufen in Frankreich ist nicht so einfach… Den Aldi kannte ich noch aus meinem Aufenthalt hier im Winter, da hatte er mir schon sehr geholfen bei der Unterversorgung…

In Briançon parken wir auf dem Wohnmobilplatz.

Von hier werde ich den Col bezwingen. Es ist der optimale Standort für die Bezwingung der Nordrampe. Der Zeitpunkt vielleicht nicht so, wir haben es 12 Uhr und die Sonne brennt erbarmungslos hernieder. Die Temperatur steigt auf 35 Grad. Was nützt es, so schnell werde ich hier nicht wieder herkommen, also wird alles startklar gemacht und los geht es. Bei der Tour de France kann man auch nicht kneifen!

Im Ort ist viel Verkehr, die Straße zum Col ist aber leicht zu finden. Dann steigt die Straße auch gleich im Ort an. Alles gut ausgeschildert, sogar mit Höhenprofil und Steigungsprozenten.

Der Gipfel ist 20km entfernt und liegt auf 2360m, was einer Überwindung von 1142 Höhenmetern entspricht. Es ist einer der höchsten geteerte Alpenpässe. Die verkehrstechnische Bedeutung ist eher gering. Man kann genauso gut durch das Durance-Tal fahren, um sein Ziel im Süden zu erreichen. Der Pass ist also nur für die Radler und Motorradfahrer bedeutend.

Am Anfang geht es moderat zu, nur 5 – 6 Steigungsprozente. Jeden Kilometer bekommt man Informationen über den folgenden Kilometer mit Höhe und Durchschnittssteigung angezeigt.

Das hilft sehr bei der Einteilung seiner Kräfte und motiviert einen beim Fahren. Der Pass ist lang, sehr lang sogar, aber von den Steigungsprozenten hält er sich in Grenzen, erst im oberen Drittel geht es kurzzeitig immer mal über 10%. Bei meiner Auffahrt hatte ich leider noch mit starken Gegenwinden und im unteren Teil mit den hohen Temperaturen zu kämpfen. Nach 1 ½ Std. bin ich oben. Der „Hors Catégorie“ (HC) Pass bei der Tour ist bezwungen! Ich fühlte mich fast wie Warren Barguil bei seinem diesjährigen Sieg hier bei der Bergankunft.

Nach den obligatorischen Bildern, einem kurzen Rundumblick und etwas Fachsimpeln mit den Radkollegen geht es auch schon wieder herunter. Ich nehme den gleichen Weg wieder runter, muss ja zum Mobil. Hier meine Daten der Tour.

Nach 2 Stunden bin ich wieder da. Claudia sitzt schwitzend im Mobil und erwartet mich freudig. Dann kurz frisch gemacht, alles wieder verstaut und weiter geht es mit dem Mobil abwärts im Durance Tal bis Embrun. Der mir bekannte Platz ist leider von einem Volksfest belegt. Das ist aber blöd. Nun muss Plan B her, den wir aber eigentlich gar nicht haben. Wir fahren zum nahe gelegenen Stausee Lac de Serre-Ponçon. Dort finden wir in einem kleinen Waldstück einen Platz für den Ivo. Wir sind sehr erstaunt, was hier los ist. Das erste Mal werden wir mit den französischen Sommerferien konfrontiert. Sehr voll hier, wie an der Adria oder in Benidorm. Dazu kommt noch, dass das Thermometer 39 Grad anzeigt. Na ja, wir bleiben erst mal hier. Wo sollen wir auch hin…

Streckendetails:

volle Distanz: 48.63 km
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Pezz

2 Comments

  1. Da seid ihr in einer tollen Ecke unseres Lieblingslandes unterwegs!
    Etwas weiter nördlich haben wir den letzten Sommerurlaub verbracht.

    Viel Spaß weiterhin, werde euch verfolgen

    Viele Grüße

    nadja

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