Kleine Radtour…

L’Alpe-d’Huez

…auf die Bergriesen der Umgebung. Ski- und Radfahrer kennen die Berge hier als außergewöhnliche Herausforderungen. Also genau das Richtige für uns! Wir haben uns genau vorbereitet, Karten, Interneteinträge usw. wurden eingehend studiert. Eines war klar, die klassischen 21 Kehren nach L’Alpe-d’Huez wollten wir nicht wieder herauffahren. Das tut man sich wirklich nur einmal an…

Wir wählen eine etwas unkonventionelle Route, quasi von hinten herum über den Col de Sarenne nach L’Alpe-d’Huez. Also die Auffahrt von der östlichen Seite her. Dort beginnt die Steigung direkt beim Stausee Barrage du Chambon an der N1091. Es geht von hier 13km über ca. 1000 Höhenmeter auf 1999m. Da wir ja genau an der Seilbahn stehen, kam uns eine andere Idee, die Hauptstraße zu umfahren: Wir nehmen einfach die Seilbahn und fahren erst mal nach Les 2 Alpes hinauf. Schnell waren dafür die Tickets gekauft.

Die Gondeln haben im Sommer eine Zusatzschiene, um die Räder zu transportieren. Ich fand das super.

Claudia ist das alles nicht so geheuer.

In Les 2 Alpes schnell noch ein wenig umgesehen, wie es dort so im Sommer aussieht und dann ging es auch gleich 600 Höhenmeter wieder herunter zum Stausee Barrage du Chambon. Etwas skeptische Blicke von Claudia in Richtung des Col de Sarenne. Da soll ich hoch?

In Mizoën beginnt die Steigung. Man fährt auch hier unten gleich in eine Wand hinein, Steigungen immer um die 12%. Na ja, das kann ja lustig werden. Hinter Mizoën pendelt sich die Steigung dann so um die 10% ein. Die D025 ist klein und man trifft außer ein paar Radlern keine Menschenseele und alles verläuft durch eine herrliche Landschaft. Stunden später kommen wir tatsächlich oben an.

Dank ihres neuen Fahrrads, Claudia etwas entspannter als ich…!

Dann kamen hinter dem Col de Sarenne noch ein paar eklige Gegensteigungen, um endlich L’Alpe-d’Huez zu erreichen. Es gibt hier sehr schöne Häuser, leider aber auch ein paar Bausünden aus den Anfängen der französischen Retorten-Ski-Stationen.

Wir schauen uns auch hier alles noch mal genau an und rasten an einem kleinen See. Zufälligerweise findet hier gerade ein Triathlon statt. Wie verrückt, hier oben einen Triathlon durchzuführen.

Es müssen 3,2km in einem See geschwommen werden, dann eine Radstrecke über 118km und 3200 Höhenmetern mit dem Schlussanstieg hoch nach L’Alpe-d’Huez zurückgelegt werden und dann noch 20km gelaufen werden, natürlich auch mit Steigungen. Na ja, dafür sind wir definitiv zu alt. Auf der Abfahrt konnten wir die Athleten an einer Verpflegungsstation beobachten.

Wir wollten dann nicht die Hauptstraße zurückfahren, sondern ein kleines Sträßchen (D211a), das sich oberhalb entlangschlängelt. Leider gibt es erst mal wieder 3km mit 10% Steigung, was auf der Karte nicht so richtig ersichtlich war. Aber dafür hatten wir wenigstens eine grandiose Aussicht. Nach 75km und 2500 Höhenmetern sind wir dann tatsächlich wieder gesund und halbwegs munter am Mobil angekommen. Bis sich die Glücksmomente über das Erlebte einstellten, dauerte es noch eine Weile… Schön war es aber doch! Hier die Streckendetails!

Dann haben wir im nahen Freibad noch etwas Wellness gemacht und schon war wieder ein sehr erlebnisreicher Tag beendet.

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Pezz

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