Bei den Minen gestrandet…

Mina de São Domingos

Stellplatz

Lat:37.672224 Long:-7.504026

00,00€


Nachdem wir in Serpa alles gesehen haben, geht es am nächsten Morgen weiter. Wir fahren nach Süden. Mit dem Ziel Mértola. Dort kommen wir aber nicht an. 20km davor kommen wir durch Mina de São Domingos. Einer dieser nichtssagenden, verlassenen Orte hier im Alentejo.
Bis 1966 war das eine reiche Stadt, dann schlossen die Kupferminen und der langsame Abstieg begann. Die Minen verrotten, der Abraum liegt noch an der Seite und belastet das Grundwasser stark. Es interessiert aber keinen, wahrscheinlich auch in den nächsten fünfzig Jahren nicht. Schlimm…

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20161018-mina-de-sao-domingos-002Am Ende des Ortes sehen wir an einem kleinen Stausee einen Stellplatz mit ein paar Womos. Wir drehen um, um uns das etwas genauer anzusehen. Wir sind spontan begeistert. Was für ein toller Platz! Sogar mit Rasen und nicht diesem gewohnt feinen, weißen Staub. Wir parken ein und machen es uns gleich gemütlich. Mértola kann warten…

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20161017-mina-de-sao-domingos-006Für Claudia gibt es sogar eine Schaukel im Vorgarten!

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20161017-mina-de-sao-domingos-002Ein Kollege aus Österreich mit seinem Expeditionsmobil, den wir schon in Serpa getroffen haben, tauchte hier auch wieder auf. Ein alter Steyr aus Wehrmachtsbeständen. Die Kabine ist komplett aus Zirbenholz gebaut. Außen ist das Ganze mit Cabrioverdeckstoff „beplankt“! Super Idee, super umgesetzt, und wie das darin duftet, eine rollende Offroad-Almhütte!

20161017-mina-de-sao-domingos-005Zu Abend essen wir heute bei unseren Nachbarn: Heike hat lecker Fleischküchle gebraten. Dazu gab es einen köstlichen Kartoffelsalat.

20161017-mina-de-sao-domingos-004Super, hier gefällt es uns, auch die Nacht bleibt sehr ruhig.

Der nächste Tag beginnt etwas schleppend… auch die Sonne macht sich erst einmal rar. Heute ist Sporttag. Heike versucht sich an Claudias Hulahoop-Reifen und dann wird noch zusammen Federball gespielt.

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20161018-mina-de-sao-domingos-005Ich fahre mit dem Rad durch die Gegend. Portugal gefällt uns ja super, nur zum Radfahren taugt das hier im Alentejo leider gar nichts. Das Straßennetz ist extrem dünn. Ich fahre mal kurz nach Spanien hinüber, aber da ist es auch nicht viel besser. Naja, wenigstens habe ich mich etwas bewegt.

Dann geht es in die Gemeinschaftsdusche neben der Bushaltestelle mitten im Ort!

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20161018-mina-de-sao-domingos-008Dieses ist auch so ein Phänomen. Die meisten der Häuser in den Dörfern haben keine Badezimmer. Man duscht daher gemeinsam in öffentlichen Bädern, meist in der Dorfmitte angesiedelt. Das funktioniert, ist alles sauber und gepflegt!

Wieder einmal bekommen wir zum Abschied ein wunderbares Abendrot und damit lassen wir diesen ereignisreichen Tag ausklingen.

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Streckendetails:

volle Distanz: 40.79 km


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Pezz

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