Von der Loire an den Atlantik…

Avoine

Stellplatz

Lat:47.213065 Long:0.177754

4,00€

Hier ist rein gar nichts los, daher sind die Nächte auch sehr entspannt und erholsam.

Nach dem Frühstück fahren wir mit den Rädern etwas durch die nähere Umgebung. Wir haben uns einen kleinen Rundkurs herausgesucht, der auch die Abbaye de Fontevraud beinhaltet. Wir wollten überprüfen, ob diese für einen intensiveren Besuch geeignet ist.

Zuerst geht es immer am Fluss Vienne entlang. Kurz bevor dieser in die Loire mündet biegen wir in das Hinterland ab. Und finden auch tatsächlich die Abtei. Von außen kann man nicht so richtig etwas erkennen. Viel los ist auch nicht, obwohl Sonntagnachmittag ist. Mit Radschuhen wollten wir die Abtei eh nicht besichtigen, wir vertagen das erst einmal und beschränken uns auf die Besichtigung des Ortes.

Auf dem Rückweg geht es wieder an der Loire entlang zwischen schönen Weinbergen auf kleinen Straßen. Das gefällt, einzig der Anblick eines Atomkraftwerkes etwas oberhalb an der Loire stört. Frankreich setzt auf Atomstrom, da findet man diese immer mal wieder an den Flüssen. So ein Anblick verstört ein wenig…

An unserem Stellplatz hat sich auch nicht viel getan, keine neuen Nachbarn. Es ist ja auch Sonntag!

Meinem schmerzenden Zahn geht es leider immer noch nicht besser, hier im Ort gibt es einen Ärztekomplex, dort sind auch 3 Zahnärzte integriert. Wir beschließen, hier zu bleiben und einen davon am Montagmorgen aufzusuchen. Nützt ja nichts…

Mauzé-sur-le-Mignon

Stellplatz

Lat:46.199752 Long:-0.680812

00,00€


Ein französischer Zahnarzt arbeitet am Vormittag zwei Stunden und ausschlafen kann er dabei auch noch. Wir sind zeitig kurz vor 10:00 Uhr vor Ort.
Erstmal sieht es hier aus wie bei uns in Deutschland. Empfangstresen, Warte- und Behandlungszimmer. Nur, dass mich keiner versteht. Aber dafür habe ich ja meine Dolmetscherin dabei. Sie schildert mein Problem und wird auch verstanden. Klar, es ist Montag und zwei Stunden Praxisöffnung sind nicht viel und natürlich ausgebucht. Wir dürfen aber um 15:00 Uhr wiederkommen. Die Zeit bis dahin überbrücken wir mit chillen…

Wir sind wieder pünktlich dort und dürfen uns ins Wartezimmer setzen. Es sind kaum Leute da, sieht alles sehr entspannt aus.
Nach kurzer Zeit kommt der Doktor und bittet uns in sein Zimmer. Sehr geräumig mit Schreibtisch und einem Behandlungsstuhl. Englisch geht bei ihm eher holprig, Claudia muss wieder helfend eingreifen.
Ich darf auf dem Behandlungsstuhl Platz nehmen. Meine Blicke schweifen durch den Raum. Ich entdecke Plakate von Jimmy Hendrix und den Doors an den Wänden. Aaaaah, ein Altrocker!

Er schaut sich meine Zähne an, macht Röntgenaufnahmen und diagnostiziert eine Entzündung am oberen linken letzten Backenzahn.
Nebenbei erwähnt er noch, dass der wohl gezogen werden muss. Auf meine Frage, warum er das nicht macht, druckste er etwas herum und meinte dann, dass erst die Entzündung heraus muss.

Ok, wir sind nicht viel schlauer, auf jeden Fall eine Sache, die nicht mit einem einzigen Zahnarztbesuch zu beheben zu sein scheint.
Ich sprach ihn noch kurz auf seine Plakate an und erwähnte, dass das auch meine Musik sei. Er lächelte, und meinte, dass wir ja auch der gleiche Jahrgang wären…

Dann wollte er noch 44,73€ haben und ein Rezept für Schmerzmittel und Antibiotikum habe ich auch noch mitbekommen. Dieses haben wir dann noch für 7,27€ in der Apotheke eingelöst. Kann nicht sagen, dass ich damit richtig zufrieden war, aber so weiß man wenigstens, woran man ist…

Dann ging es sofort weiter Richtung Atlantik. In Mauzé-sur-le-Mignon haben wir uns einen netten kleinen, feinen Platz ausgesucht. Da er fein ist, ist er auch gut besucht. Wir kommen aber noch gut unter und sind zufrieden mit unserem Übernachtungsplatz.

20160906-mauze-sur-le-mignon-001Es ist hier extrem trocken, die Blumen wachsen trotzdem aus den Steinen!

20160906-mauze-sur-le-mignon-003

Streckendetails:

volle Distanz: 198.9 km

Soulac-sur-Mer

Stellplatz

Lat:45.499961 Long:-1.138185

8,00€


Nach ruhiger Nacht nehmen wir die letzten Kilometer bis zum Atlantik in Angriff.
Die Gironde-Mündung ist sehr breit, so dass es in dem Bereich bis Bordeaux keine Möglichkeit gibt, den Fluss zu queren. Über Bordeaux ist ein großer Umweg, so dass wir stattdessen von Royan die Fähre für 50€ nehmen. Einen Tod muss man sterben!

Die Sommersaison ist vorbei und die Fähre fährt jetzt nach Fahrplan, nicht mehr nach Bedarf. Wir müssen warten, sind aber die ersten in der Reihe, so dass wir dann auf jeden Fall mitkommen werden.

Da wir Zeit haben, können wir schon mal kurz an den Strand gehen. Man merkt, das Klima ist hier rauer, eben Atlantik!

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20160906-royan-002Auf der Fähre geht es eng zu. Aber alles läuft ohne Probleme ab.

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20160906-royan-006Auf der anderen Seite angekommen, haben wir bis Soulac-sur-Mer noch 15km zu fahren. Dort steuern wir den Stellplatz am Ortsende an.
Alles gut dort, wie kennen den Platz schon von unserem letzten Besuch. Es hat sich hier in den letzten 3 Jahren nichts verändert, was auch gut so ist.

20160906-soulac-sur-mer-001Es ist gerade mal kurz nach Mittag, so dass noch genug Zeit für einen Strandbesuch übrig ist. Das Wasser ist merklich kühler, als in den letzten Seen und Flüssen. Trotzdem geht es hinein. Schöne Wellen und Strömung machen das Schwimmen zu einem Erlebnis, da sind auch die Wassertemperaturen von 19 Grad schnell vergessen.

Dann geht es noch zu einer kurzen Besichtigung mit dem Rad in den Ort und schon ist wieder ein ausgefüllter Tag vorbei.

Streckendetails:

volle Distanz: 101 km


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Pezz

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