Auf dem Jakobsweg…

Heute schreibt mal die Flashpackerin Claudia:

Ich war dann mal weg…

Als wir vor ziemlich genau drei Jahren schon einmal in Saint-Jean-Pied-de-Port waren, sind Peter und ich die ersten 7km des Jakobswegs bis zur Refuge Orisson, einer Bar und Herberge, und zurück gewandert.

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Die erste Etappe auf dem Jakobsweg hat eine Länge von 26km, auf der 1250 Höhenmeter zu bestreiten sind, von Saint-Jean-Pied-de-Port nach Roncesvalles.

20160915-jakobsweg-002Sie führt durch eine atemberaubende Landschaft. Die Etappe überquert die Pyrenäen von Frankreich nach Spanien und man hat meist einen grandiosen Weitblick.

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20160915-jakobsweg-007Wieder vor Ort, wollte ich nun endlich einmal die komplette Etappe laufen. Somit stand ich pünktlich um 9 Uhr bei strahlendem Sonnenschein am Start zur 1. Etappe. Aber schon noch etwas verunsichert und aufgeregt.

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20160915-st-jean-pied-de-port-008Dann ging es aber los!

20160915-st-jean-pied-de-port-010Ich reihte mich in den Pilgerstrom, der fast ausschließlich aus Amerikanern bestand, ein. Man hatte zur Abwechslung aber auch immer wieder Begegnungen etwas anderer Art…

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20160915-jakobsweg-016Je weiter sich der Weg nach oben schraubte, desto mehr zog sich der Himmel zu und es wurde kälter, aber vor allem stürmischer. An innere Einkehr war kaum zu denken und ich kämpfte mit dem Sturm und musste vor allem darauf achten Hut, Brille und die Wanderstöcke bei mir zu behalten… Dennoch habe ich die faszinierende Landschaft der Pyrenäen genießen können, mich aber bei der Ankunft in meinem Hotel in Roncesvalles sehr gefreut, ewig heiß duschen und gepflegt zu Abend essen zu können, auch wenn es so gar nicht ‚pilger-like‘ war.

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20160915-jakobsweg-021Am nächsten Morgen ging es dann auf zur zweiten Etappe, die in Zubiri endet.

Diese Etappe hat nur 21 km und 530 Höhenmeter zu bieten, führt aber überwiegend durch Wälder, Wiesen und Felder und ließ sich sehr angenehm laufen nach den Strapazen des Vortags.

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20160916-jakobsweg-027Es drohte die ganze Zeit zu regnen, blieb aber weitestgehend trocken und so bin ich auch die zweite Etappe sehr gern gelaufen.

Ich wäre sehr gerne noch ein oder zwei Etappen mehr gelaufen, aber es gab ein großes Problem mit den Unterkünften. Meine erste in Roncesvalles hatte ich ja lange vorher gebucht. Den Rest wollte ich vor Ort erledigen. Dieses stellte sich aber als sehr problematisch heraus. Die Hotels, Hostels und Pensionen waren alle ausgebucht, da die Amis fast alle den kompletten Weg durchgebucht haben, sogar oft noch mit Gepäcktransport! Was hat das noch mit pilgern zu tun? Und in die Pilgerunterkünfte kommt man nur mit Pilgerausweis, den ich nicht hatte, weil ich nur ein paar Etappen für mich laufen wollte. Da blieb mir nur eines übrig: Hotel Schatzi anzurufen…!

Als Peter mich dann am Abend in Zubiri eingesammelt hatte, fing es heftiger an zu regnen und ich war dann doch heilfroh, wieder das eigene Bett in Aussicht zu haben, statt am Straßenrand im Freien campieren zu müssen.

Trotz ein paar widriger Umstände war es für mich ein sehr schönes und nachhaltiges Erlebnis…

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Pezz

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